Wolfgang Kulow: “Sibirien im Winter: Mit dem Mountainbike über den Baikalsee”


Motto: “Extremsport ist kein Hobby – es ist eine Lebenseinstellung.”

Wolfgang Kulow ist Extremsportler aus Leidenschaft. Schon als Kind liebte er das Abenteuer und die sportliche Herausforderung. Mit 7 Jahren begann er mit dem Tauchsport, mit 13 Jahren bildeten ihn Marinetaucher aus. Als er viele Jahre später selbst zur Marine eingezogen wurde, war er ganz in seinem Element.

Bis heute gehört der Sport zu seinem Lebenselixier: Schwimmen, Laufen, Radfahren und Tauchen stehen dabei täglich auf seinem Programm. Regelmäßig erzielt Wolfgang noch heute Weltrekorde im Extremsport.

2013 stellte er sich einer ganz besonderen Herausforderung: In nur 14 Tagen wollte er den zugefrorenen Baikalsee in Sibirien mit dem Fahrrad überqueren. 650 Kilometer bei Temperaturen um die minus 35 Grad Celsius – ohne jegliche Hilfe von außen. Nie zuvor hat ein Mensch alleine eine solche Etappe auf dem tiefsten und eisigsten Süßwassersee dieser Erde geschafft. Auch Wolfgang musste aufgrund unüberwindbarer Packeisfelder mit messerscharfen hochstehenden Eisscheiben nach sechs Tagen die eisige Expedition abbrechen.

Aber er ließ sich nicht unterkriegen und kehrte 2015 an den Baikalsee zurück. Diesmal wollte er gemeinsam mit dem Extremsportler Stefan Schlett dieses Abenteuer wagen. Die 2015er Route wurde anhand der Erfahrungen von der letzten Tour modifiziert. Mit der Transsibirischen Eisenbahn fuhren Wolfgang und Stefan gleich zu Beginn in den Norden des Baikalsees und nahmen nun die schwierigen Packeisfelder vorweg, bevor die Strecke in Zickzacklinien Richtung Süden absolviert werden sollte.

Doch der See bot in diesem Jahr weitere Überraschungen. Durch den relativ milden Winter war ein Naturphänomen aufgetreten, das in Sibirien nur etwa alle 80 Jahre vorkommt: Der bis zu 1.600 m tiefe Baikalsee war an vielen Stellen im südlichen Bereich nicht zugefroren. Zudem liegt er in einem Erdbebengebiet, in dem es zum Zeitpunkt der Expedition etwa 38 kleinere Beben gab.

Was die beiden bei ihrer Tour erlebten und warum sie nur knapp mit dem Leben davonkamen, darüber berichtet Wolfgang am Extremsport-Tag in Frankfurt.

Weitere sportliche Erfolge (in Auswahl):
1992: Deca Triathlon, Mexiko (38 km swim – 1800km bike – 422 km run)
1992: Double Ironman Triathlon Leylstad, Holland
1993: Double Ironman Triathlon, Leuven, Belgien
1994: 60 km Langeland – Heiligenhafen in 30:07 Std.
1995: Triple Ironman Triathlon, Fontanil / Grenoble, Frankreich
1994: Dutch Five Ironman Triathlon, Den Haag, Niederlande
1998: 55 km Rodby Havn – Heiligenhafen in 25:10 Std.
Triathlon vom Nordkap nach Heiligenhafen – Weltrekord (40 km swim – 2100 km bike – 520 km run)
2002: Race Across America: 4.870 km Radrennen von Portland; Oregon nach Pensacola, Florida
10 km Extremschwimmen, Fehmarn – Heiligenhafen in 3:15 Std. bei 3 Grad Celsius Wassertemperatur
30 km Extremschwimmen, Boltenhagen Dahme (Fluchtstrecke) bei 10 Grad Celsius Wassertemperatur
90 km Extremschwimmen, Rund um Fehmarn in 33:45 Std. – Dänemark Deutschland
2014: Extremschwimmen: 7 km Nordkap Umrundung bei 4 Grad Wassertemperatur in 4:00 Std.

Weltrekorde im Extremsport:
2001: 1. Trans-Deutschland Triathlon: 10 km swim Fehmarn – Heiligenhafen, 830 km bike – Heiligenhafen – Augsburg, 120k m run, Augsburg – Garmisch-Partenkirchen
2003: Unterwassermarathon: 1. Marathon – Lauf der Welt Unterwasser: 42,195 km in 24:24 Std. Waldschwimmbad Lensahn 2003
2004: 2. Unterwassermarathon: 48,7 km im Jahr 2004
4,2 km Unterwasserradfahren: Schwarbeutz – Timmendorfer Strand in 4:15 Std.
10 km Unterwasserradfahren: Sierksdorf – Timmendorfer Strand in 6:45 Std.
1 km Unterwasserradfahren: durch den Fehmarnsund in 2:43 Std.
1. Unterwasser Triathlon der Welt

Weitere Infos: www.extremsport.net

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Sibirien im Januar 2015

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Übernachten in einer Eishöhle

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Temperaturen um die minus 35 Grad Celsius

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Interessante Eisformationen des Baikalsees

Copyright Fotos: privat

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