Thomas Stephan: “Vom 230-Kilo-Mann zum Ironman”


Motto: “Nur wer das Unmögliche will, wird das Potential des Möglichen ausschöpfen.”

Die Geschichte von Thomas Stephan hört sich zunächst an, wie bei vielen anderen Extremsportlern: sich ein Ziel setzen und dann alles daran setzen, es zu erreichen – mit Training, Willen und mentaler Stärke. Dabei ist das nur die halbe Wahrheit.
Zum einen sieht sich Thomas, der als Pfarrer in Frankfurt-Niederrad tätig ist, nicht als Extremsportler – mit “extrem” ist allzu oft eine Wertung verbunden – sondern eher als Intensivsportler. Zum anderen folgen in seinem Leben zwei Abschnitte aufeinander, die zwar untrennbar miteinander verbunden, aber dennoch so grundverschieden sind.
“Das mit dem Abnehmen”, sagt Thomas, “ist mir passiert.” Ausgelöst durch den wundervollen Satz: ‚Für mich musst du nicht abnehmen.‘ ist ihm genau das passiert. Keine der Eigenschaften, die man für Extremsport braucht – Willen, Ziel, Disziplin, Durchsetzungsvermögen oder Planung – spielten hierbei eine Rolle. Noch Anfang 2010 wog Thomas etwa 230 Kilo. Befreit vom Druck, so sein zu müssen, wie andere Menschen einen haben wollen, ist ihm das Abnehmen einfach passiert.

Aus der Begeisterung über die Möglichkeiten, die sich mit dem neuen Körpergefühl boten und einer ungeheuren Lebensenergie – Queen: “Don’t stop me now” – begann er mit dem Laufen. Sehr bald ging es immer besser und so dachte er sich: “Warum soll ich weniger machen, als geht?” und phantasierte schon bald: “Vielleicht läufst du irgendwann mal einen Marathon…” Das war zwar noch so fern, wie eine Reise zum Mond, dennoch fragte er sich: “Warum warten, warum nicht jetzt?”

Nach nur 3 Monaten Laufen meldete er sich 2011 zum Frankfurt Marathon an, mit dem Ziel 2 x über den Main zu laufen. Done! 2012 konnte er den ersten Marathon finishen und 2013 probierte er sich im Triathlon. “Der Frankfurt City Triathlon hat so viel Spaß gemacht, dass gleich am nächsten Sonntag eine Mitteldistanz folgte.”

Den Ironman 2014 anzugehen, war da nur der folgerichtige nächste Schritt. Aus Neugier und Spaß, die Grenzen des Möglichen zu erkunden und der Begeisterung darüber, was geht, stellt sich Thomas der Herausforderung und läuft nach 13:22:15 h über den Römer.

Alles, was jetzt kommt ist nur zum Spaß, sagt Thomas Stephan. Mal sehen, was als nächstes kommt. 🙂

Thomas Stephan
Thomas Stephan (1968): “Vom 230-kg-Mann zum Ironman”

Thomas Stephan
“Nur wer das Unmögliche will, wird das Potential des Möglichen ausschöpfen.”

Thomas Stephan

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